Fünfeinhalb Milliarden Euro investiert Berlin in den nächsten zehn Jahren in seine Schulen. So wurde es 2017 in der Berliner „Schulbauoffensive“ beschlossen. Wie würden Schülerinnen und Schüler eine neue Schule bauen? Was ist ihnen wichtig?

Die Vincentino-Medienwerkstatt mit Unterstützung der TUI-Stiftung präsentiert am Freitag, den 26.1.2018 von 15.00-16.30 Uhr die Ergebnisse zweier BLOG-Workshops mit SchülerInnen des Albrecht-Dürer-Gymnasiums, die sie mit den Vincentino-Dozenten Matthias Schellenberger (Medienpädagoge/ Künstler), Henriette Haake (Künstlerin), Ahmad Kanaan (FSJ-Kultur) und Corinna von Bodisco (Projektkonzeption/ Hörspielmacherin) und den ADO-Lehrerinnen Ina Schenk und Kathrin Nowak über zwölf Wochen erarbeitet haben. Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey und Vincentino-Vorstand Sandra Maischberger diskutieren mit den Jugendlichen die Zukunft von Schule und Kommunikation. Ihre Ideen und Ergebnisse präsentieren die SchülerInnen den Gästen in einem interaktiven Rundgang durch ihre Installationen.

Was: Interaktiver Rundgang plus Podiumsgespräch

Wo: Albrecht-Dürer-Gymnasium (ADO), Emser Straße 134-137, 12051 Berlin-Neukölln

Wann: Freitag, 26.1.2018, 15.00-16.30 Uhr

Wer:  40 SchülerInnen der 8. und 9. Klassenstufe des ADO und geladene Gäste: 

Dr. Franziska Giffey (Neuköllner Bezirksbürgermeisterin), 

Sandra Maischberger (Vorstand Vincentino), 

Elke Hlawatschek (Geschäftsführerin der TUI Stiftung – Förderer der Medienwerkstatt), 

Prof. Susanne Hofmann (Architektin Baupiloten).

Rainer Kistermann, Schuleiter ADO begrüßt als Gastgeber, Ulla Giesler, Vincentino e.V. übernimmt die Vorstellung der Beteiligten.

Mit der Devise, digitale Tools mit Inhalten professionell zu verbinden, bringt die Vincentino-Medienwerkstatt Zukunft in die Schule. In dem Blog-Projekt schulkunft.de setzten sich 40 SchülerInnen eines Neuköllner Gymnasiums elf Wochen lang mit der Schule der Zukunft auseinander. Auf ihren eigenen digitalen Plattformen, deren Namen sie selbst bestimmten, haben sie verschiedene Medienformate erprobt: Videos, Hörstücke, Texte und Fotos. Diese erarbeiteten sie mit Matthias Schellenberger (Medienpädagoge/ Künstler), Henriette Haake (Künstlerin), Ahmad Kanaan (FSJ-Kultur) und Corinna von Bodisco (Projektkonzeption/ Hörspielmacherin) und den ADO-Lehrerinnen Ina Schenk und Kathrin Nowak.

28 Achtklässler*innen haben so getan, als könnten sie eine neue Schule planen. Dafür suchten sie Rat bei einem Architekt*innen-Kollektiv: den Baupiloten. In Form von Spielen und Workshops finden die Baupilot*innen heraus, was Kinder und Jugendliche im Bezug auf ein Gebäude am meisten brauchen. „In der Schule der Zukunft treffen wir die Lehrer virtuell, es gibt längere Pausen, alles macht mehr Spaß, wir kochen selbst und es gibt keine Hausaufgaben“ sind nur einige Ideen der Schüler*innen. 

Ob die Realisierung dieser Ideen wahrscheinlich ist? „Um das äußere und innere Aussehen der Schule zu planen, sollten die Kinder und die Lehrer mit dem Bürgermeister reden“, schrieb ein Schüler im Blog. Wenn aus Visionen Realität wird, handelt es sich um echte Teilhabe. Wer baut die Schulen jetzt, wer wird sie in Zukunft bauen? Was hat Pädagogik mit Bauen zu tun?

Kinder und Jugendliche verbringen den Großteil ihrer Zeit in einem Gebäude – der Schule. Selten unterscheiden sich Schulen von anderen amtlichen Gebäuden: Lange Flure, Klassen- oder Fachräume und vereinzelte Gemeinschaftsräume wie Aulen und Pausenhöfe. Fühlen sich junge Menschen dort wohl?