Rap

Jamal Kamano hat mit seinen guineischen Eltern bereits in jungen Jahren erzwungene Migrationserfahrungen durch viele Länder - die UdSSR, Guinea, Libanon, Deutschland -  gemacht.  Zur Grundschule und ins Gymnasium ging er in Bonn und zum Fachabitur samt Praktikum nach Berlin.

Mit 11 hat er erste eigene Songs aus Spaß geschrieben. Mit 15 machte er seine ersten Hiphop-Aufnahmen. Mit 19 ging er auf Tour, dann gab es längere Pausen von der Musik, in denen er u.a. ein Jahr in einem biomedizinischen Labor  arbeitete. Die Liebe zur Musik kam immer wieder.

Seit 2015 koordiniert er Programme im JugendkulturBunker und Charity Programme im Yaam in Berlin und machte seinen ersten Rapworkshop mit Geflüchteten in der Eifel. Seit 2016 gibt er Rap-Workshop an Schulen und Jugendzentren in Kreuzberg, in Lankwitz und Einzelprojekte in (Berlin-)Marzahn, Bonn und Dortmund und ging auf Tour, mit über 60 Konzerten. 2017 ging er mit einem Rap-Projekt in den Jugend-Arrest (Projekt Chance Nähe Würzburg) und unterstützte den Rapper Pablo Charlemoine in der laufenden Rap-AG von Vincentino an der Gemeinschaftsschule Campus Efeuweg. Jamal leitet diese AG im Schuljahr 2017/18. 

Jamal sieht die Musik und Rap als Ausdrucksform der Jugend und als guten Weg, um mit Jugendlichen in Kontakt zu kommen. Durch das Schreiben und Reflektieren von Texten kann man Impulse zu setzen und den Jugendlichen die Möglichkeit geben Dinge zu verarbeiten. Hiphop kann für die Kids ein Werkzeug des Ausdrucks und zur Selbstemanzipation sein. Sein Ziel ist es, mit den Jugendlichen verstehen zu lernen, wo die Grenzen zwischen real erlebten authentischen Lyrics und fiktiven Texten liegen. Welche Künstler vom Gewalt und widrigen Lebensumständen berichten, um aufzuklären und welche Interpreten darauf aus sind, zu glorifizieren. 

Jamal: „Mir ist es ein großes Anliegen gerade mit gesellschaftlich benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Da diese Heranwachsenden im Hiphop oft eine Identität finden und verdient haben, Chancen zu bekommen, die ihnen im Leben oft verwehrt werden. Und es ist wichtig ihren Horizont zu erweitern. Prinzipiell arbeite ich mit allen Jugendlichen und versuche da, wo es geht, gesellschaftlich Grenzen aufzuweichen“.