Der 18-jährige Neuköllner Ahmad Kanaan hat sich nach seinem Schulabschluss entschieden, ein Freiwilliges Sozialen Jahr (FSJ) im Bereich Kultur bei Vincentino e.V. zu machen. 

Wie fasst Ahmad das ganze FSJ zusammen? „Wenn ich auf mein FSJ zurückblicke, kann ich nur sagen, dass es eine super Zeit war. Ich habe in diesem Jahr viel gelernt und viele Freunde kennen gelernt.“

Von Vincentino erfuhr er durch MASCH (Matthias Schellenberger), der für den Verein als Medienpädagoge tätig ist. MASCH führte viele Medienprojekte an Ahmads Schulen durch. Ahmad war über einige Jahre in der Video-AG dabei. Filme schneiden und 3D-Kameras faszinierten ihn und der persönliche Umgang in kleinen Gruppen.

Ahmad begleitete MASCH während des Schuljahres bei allen Projekten der Medienwerkstatt. Er half ihm dabei in den Bereichen Stop-Motion, Kamera- und Videoarbeit, Videoschnitt, Blog-Projekte und digitale Experimente mit Virtual Reality sowohl an der Albrecht-Dürer-Oberschule, der Bötzow-Grundschule in Friedrichshain als auch seinen eigenen ehemaligen Schulen, August-Sander-Schule und Adolf-Reichwein-Schule. Am Gymnasium war Ahmad auch als peer-to-peer-Teamer bei den Blog-Projekten dabei. Zudem hat Ahmad für Vincentino mehrere Kids-On-Drums-Auftritte eigenständig gefilmt, auch beim großen Auftritt mit dem Lions Club in der Philharmonie. Natürlich war Ahmad auch bei den Stammtischen von Vincentino und den Coaching-Kursen mit Romy dabei.

Zu Beginn des FSJ muss jeder Freiwillige ein Thema für ein eigenständiges Projekt auswählen. Ahmad fand das interessant, weil er dadurch erfuhr, wie man sich auch allein ein Projekt erarbeitet. Ahmad meint, selbst wenn diese Aufgabe nicht gefordert gewesen wäre, hätte er das trotzdem gemacht, um zu sehen, was er gelernt hat.

Ahmad entschied sich, eine Videodoku zu machen. Dabei hat ihm sein Mentor MASCH bei den Dreharbeiten geholfen. Die Abschlussarbeit bestand dann aus zwei kurzen Filmen über zwei andere FSJler*innen aus seinem Jahrgang. Der erste Kurzfilm erzählt über den 19-jährigen Leon Lerner, den Ahmad bei den Seminarfahrten kennengelernt hat. Und die zweite Dokumentation handelt von der FSJ Arbeit der 18-jährigen Marlene Vollmar, die er dank Ulla Giesler, der Projektleiterin von Vincentino e.V., getroffen hat.

Um das alles auf die Reihe zu bekommen, haben sie vorher einen Dreh- und Zeitplan gemacht.

Für den Dreh brauchte er insgesamt drei Tage  – einen Tag mit Leon, zwei Tage mit Marlene – und für den Schnitt knapp vier Wochen. Dafür hat er das kostenlose Schnittprogramm Hitfilm Express benutzt. Mit dem Endergebnis ist er sehr zufrieden.

Neben dem Umgang mit Ton und Bild hat er vor allem auch gelernt, wie man Verantwortung übernimmt. Durch das FSJ hat er sein Selbstbewusstsein gestärkt und geht jetzt selbstverständlicher mit Menschen um, was ihm auch sehr viel in seiner derzeitigen Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bei der BIO COMPANY weiterhilft. Denn er hat dort viel mit Kunden zu tun.

Mit den Freunden, die er während des Freiwilligen Sozialen Jahres getroffen hat, bleibt er weiterhin im Kontakt, auf jeden Fall durch die sozialen Netzwerke.

Auf die Frage, ob er das FSJ weiterempfehlen würde, hat er sehr positiv reagiert: „Das FSJ kann ich jedem empfehlen. Und ob ich das nochmal machen würde? Ich würde es nochmal machen, vielleicht sogar wieder bei Vincentino. Aber ich würde wahrscheinlich auch woanders nachfragen, um etwas anderes zu lernen.“

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